1806 Die Wildheurechte der Dorfbewohner von Rüti auf der Alp Bräch werden bestätigt.
1810 Zwischen den Dorfleuten von Rüti und den Berg- und Alpbesitzern auf Braunwald wird folgende Abmachung getroffen: Der Wald wird im schöneren und näheren Braunwald und wilderen und entlegenen Hochwald ausgeschieden. Zur Schonung der Wälder sollten innert 5 Jahren die Berggüter und Alpen mit Mauern anstatt mit Zäunen eingefriedet werden. So konnte der Holzverbrauch vermindert werden und gleichzeitig verschwand ein Teil der Steine aus den Berggütern.
1814 Am Gumen soll der letzte Bär des Glarnerlands durch Jäger Thut erlegt worden sein.
1829 Der Hochwald wird durch die Rütener 10 Jahre geschlossen.
1839 Gründung einer Schulgenossenschaft Braunwald.
1841 Am 10. Juni wird die Schule Sackhäuschen eröffnet.
1843 Die Alpbesitzer von Braunwald verkaufen die Rinderalp am Stalden, oberhalb der Luchsinger Schlattenberg an den Tagwen Hätzigen.
1844 Eine gewaltige Lawine löste sich am Ortstock, stürzt über die Oberbrächt auf Unterbräch und füllte das untere Brummbachtobel mit Schnee und Bäumen. In den Vorderbergen wurde durch den Luftdruck viel Schaden angerichtet. Es wurden einige Dächer abgedeckt.
1848 Den Tagwenleuten von Rüti wird verboten, Bau- und Schindelholz auf Braunwald zu schlagen.
1856 bis 1857 wird das Schulhaus neben dem Sackhäuschen in Fronarbeit gebaut.
1870 Landammann Dietrich Schindler stiftet der Schule Braunwald CHF 500. Aus den Zinsen soll armen Bergschulkindern das Schulgeld bezahlt werden. Nach der Abschaffung der Schulgelder im Jahre 1873 wurden armen Schulkindern Kleider gekauft.
1873 Die Tagwen Lintahl, Rüti, Betschwanden und Diesbach übernehmen je einen Viertel des jährlichen Schuldendefizites von Braunwald. Nach 1879 ändert die Beitragspflicht dahin, dass die Anzahl der Bürger dieser Gemeinden, die in Braunwald wohnen, massgebend ist.
1875 Am 9. August kaufen die Braunwalder den Rütener die Waldrechte auf der Alp Braunwald für CHF 30'000 ab, (Alpen Braunwald und Bräch). Die Waldkorporation Braunwald wird gegründet.
1877 Am 29. Dezember löst sich am Kneugrat eine gewaltige Lawine, schiebt den Höchigaden weg und stürzt über die Felswand bis zur Linth in Diesbach.
1891 Die Familien Dürst errichten eine Stiftung zugunsten der Weihnachtsbescherung der Schulkinder.
1894 bis 1896 Erstellung des Bergweges Rüti-Braunwald (CHF 24'000). Gründung der Wegkorporation.
1896 Einführung des Handarbeitsschulunterrichtes für Mädchen.
1897 Eröffnung des Sanatoriums Braunwald, erbaut durch die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Glarus.
1898 Einführung des Gottesdienstes für Braunwald im Speisesaal des Sanatoriums durch Pfarrer Gottfried Heer von Betschwanden. 1. Mai Eröffnung einer Postablage im Haus David Heiz.
1899 Am 5. Februar wird in Braunwald das erste Kind getauft. Die Kirchgemeinde Betschwanden schenkt den Braunwaldern eine historische Glocke (die einzige noch vorhandene, die am Schlachttag von Näfels Sturm geläutet haben soll). Am 8. September streift ein Blitzschlag das Schulhaus. Im gleichen Gewitter wurden auf dem Braunwaldunterstafel 2 Kühe durch den Blitz erschlagen.
1900 1. Dezember Ansässige Bauern 148 / Ansässige Nichtbauern 7.
1901 Eröffnung der Luftseilbahn Rüti-Braunwald.
1902 Am 10. Juli schlug der Blitz während des Unterrichts ins Schulhaus. Bau des Hotels Niederschlacht.
1903 Am 8. März beschlossen die Braunwalder ein Bergkirchlein zu bauen und hierfür Gaben zu sammeln.
1904 Im Oktober wurde das Kirchlein eingeweiht.
1905 Am 22. Juni erfolgte die Gründung der Kirchgemeinde Braunwald mit Einwilligung der Muttergemeinde Betschwanden. Bau und Bezug des Lehrerwohnhauses.
1906 bis 1908 Bau folgender Hotels: Grand Hotel (heute Bellevue), Alpenblick und Alpina.
1907 Im August wurde die Braunwaldbahn eingeweiht.
1908 Im Juli: Erste Urnenbeisetzung im Schulhaus. Eröffnung des Bazars.
1909 Gründung des Verkehrsvereins. Die Postablage wird zum Postbüro befördert und erhält Anschluss ans schweizerische Telefon- und Telegrafennetz.
1912 Die Landsgemeinde lehnt einen Beitrag an die Wasser- und Hydrantenversorgung Braunwald ab.
1913 Bau der Bäckerei.
1920 Bau des neuen Postgebäudes (heute Milchzentrale).
1924 Die Luftseilbahn Rüti-Braunwald beginnt im Winter Personen zu befördern.
1926 Braunwald erhält erstmals eine Vertretung im Landrat in der Person von Alt-Posthalter und Korporationspräsident David Heiz.
1926 bis 1927 Umbau und Erweiterung des Sanatoriums im Kostenbetrag von CHF 300'000.