



Eine Schwefelquelle zwischen Linthal und Braunwald ist der Ursprung des Tourismus im südlichen Glarnerland. Seit 1768 genutzt, wurde 1812 das spärlich fliessende Schwefelwasser erstmals durch hölzerne Teuchel in einen Kuhstall mit fünf Badewannen geleitet. Trotz der improvisierten Einrichtung breitete sich der Ruhm des heilenden Wassers rasch aus. 1830 wurde das erste Kurhaus bezogen und 1902 beherbergten 150 Zimmer die Kurgäste, dazu ein Speisesaal für 300 Personen sowie Rauchzimmer, Damen- und Tanzsalons. Neben den Schwefelbädern kamen mehr als zehn Arten Medizinalbäder zur Anwendung. Der Bau des Tennisplatzes machte Bad Stachelberg vollends zum Treffpunkt der internationalen High Society. Ohne Umzusteigen konnte man mit der Bahn von Paris nach Linthal gelangen. Als Sommerresidenz des Bades wurde 1907 das Hotel Bellevue in Braunwald samt Standseilbahn eröffnet. Das Stachelbergbad stand als das "kräftigste, schönstgelegene und komfortabelste" im Zenith seines Ruhms, bevor der Erste Weltkrieg sein abrubtes Ende brachte.
Das Stachelbergbad soll zu neuem Leben erweckt werden. Die "Alpen-Resort Stachelbergbad AG" plant eine Bäderlandschaft samt Schwefelbad, Sauna und einem Loft-Hotel. Infos: hauser.marti@bluewin.ch, www.stachelbergbad.ch.

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