Auge um Auge, Schaf um Schaf

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Im Mittelalter kämpften Glarner und Schwyzer um die höchsten Alplagen miteinander. Davon zeugen Alpsiedlungen am Bergetensee und auf Euloch. Die Glarner bauten sogar einen künstlichen Weg in die Felswand, um ihre Tiere auf die höchsten Alpen treiben zu können, bevor die Schwyzer im Frühling von der anderen Seite hochsteigen konnten. Kein Wunder, führten die Streitigkeiten um Euloch zu einem Gerichtsfall, der fast hundert Jahre lang dauerte und erst 1422 durch einen Schiedsspruch entschieden wurde.

Wir erwandern die Schauplätze der Auseinandersetzungen und lernen, die Umwelt mit den Augen der Innerschweizer Bauern im hohen und späten Mittelalter zu sehen: wo sind die saftigsten Gräser, die besten Siedlungsplätze und wie kann noch mehr Vieh auf die umkämpfte Alp getrieben werden? Es ist ein Ausflug in die Zeit der frühen Eidgenossenschaft, in der die abgelegenen Alpen und Wälder das venture-capital der reichen Abteien des Mittellandes darstellten und sich alles um die Kontrolle von ein paar Steinen und Viechern drehte.

Die Vorgänge des späten Mittelalters sind in der Landschaft bis heute sichtbar. Bei der Wanderung von der Bergstation der Braunwaldbahn aus erwandern wir die alpinen Höhenstufen mit ihren charakteristischen landschaftlichen und baulichen Merkmalen von Siedlung und Bewirtschaftung. Wir steigen durch die Ornenwand zur Alp Bräch und von dort aus zur berühmten Ausgrabungsstätte Bergeten mit ihren mittelalterlichen Alphütten. Vom Bergetenseeli aus geht es über den Bärentritt hinauf zum malerischen Lauchboden. Diesen Weg schlugen die Glarner in die Felswand, um mit den Schafen den Lauchboden beweiden zu können. Wir folgen danach der aussichtsreichen Legerwand und steigen über das Ortstockhaus wieder hinunter nach Braunwald oder gondeln nach Absprache gemütlich mit der Gumenbahn talwärts.

Die Tour ist für Kinder ab 10 Jahren empfehlenswert, Trittsicherheit und hohes Schuhwerk ist Pflicht.
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Weitere Informationen zum Termin

Am 13.6. voraussichtlich ohne Aufstieg über den Bärentritt (je nach Schneelage), dafür mit Picknick am Bergetenseeli.

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